Probleme mit Wohnsitzanmeldung auf Dauercampingplatz

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    • Probleme mit Wohnsitzanmeldung auf Dauercampingplatz

      Hallo, ich bin neu hier und hoffe ein paar gute Ratschläge zu unserem Problem bekommen zu können.

      Wir (4-köpfige Familie) haben diesen Sommer einen ausgebauten Dauercampingplatz (in BaWü)gekauft, weil wir ab nächstes Jahr nur noch den Sommer in Deutschland verbringen möchten. Wir haben bei dem Campingplatz extra nachgefragt ob es möglich ist den Erstwohnsitz hier anzumelden, was uns dreimal mündlich von der Mitarbeiterin an der Rezeption bestätigt wurde.

      Da wir nun komplett hierher gezogen sind ging meine Frau gestern in Büro und wollte fragen wie das genau funktioniert mit der Ummeldung. Der Chef selbst war an der Rezeption und erklärte meiner Frau auf einmal dass das nicht ginge wenn man nicht gerade völlig mittellos sei und dass ihm das sowieso nicht recht sei. Außerdem seien die Chancen sehr gering dass das Einwohnermeldeamt da mitmacht. Außerdem wollte er davon offiziell gar nichts hören. Damit beendete er das Gespräch.

      Wir sind jetzt ziemlich geschockt, weil wir fest davon ausgingen dass das klappt und unsere Tochter hier auch schon zur Schule geht. Wir wissen gar nicht was wir jetzt machen sollen, weil wir uns hier ja sozusagen unfreiwillig illegal aufhalten, aber gar keine andere Wohnung mehr haben.

      Ist es da am besten einfach zum Einwohnermeldeamt zu gehen und mit offenen Karten zu spielen oder muss ich mir jetzt irgendwo eine Wohnung mieten ohne sie jemals zu beziehen, nur damit wir einen rechtmäßigen ersten Wohnsitz haben? Weiß da jemand Rat? Wäre sehr dankbar!
    • Hallo, das ist ja in der Tat schockierend was Euch da widerfahren ist. Wo seid ihr denn in Bawü? Habt ihr Freunde oder Bekannte in der Nähe? Solche die Euch einfach Ihre Adresse geben würden? Ist schwierig. Im Moment fällt mir nicht mehr dazu ein. Aber hier sind einige "alte Hasen" die Euch sicher auch noch die eine oder andere Idee haben.Ich wünsch es Euch.
      Liebe Grüsse Jutta
    • Oha,

      dumm gelaufen. Bevor ihr jetzt zum Einwohnermeldeamt lauft, rate ich erst einmal dazu, Infos einzuholen.

      Wer wohnt bei euch noch als Dauercamper mit Erstwohnsitzanmeldung? Das dürfte doch nicht allzu schwer sein, mit solchen Bewohnern in Kontakt zu treten, um zu erfahren, wie es bei ihnen abgelaufen ist?

      Hat euer Campingplatz eine Internet-Seite? Wenn ja, schaut einmal, was dort über Dauercamper steht.

      Wie ist die Wegbezeichnung bei euch geregelt? Hat jeder eine eigene Adresse? Zum Beispiel: Tulpenweg 33? Oder gibt es keine Wegbezeichnung und nur die Angabe im Pachtvertrag: Parzelle 33?

      Wohin geht die Post bei euch für die Dauercamper?

      Könnt ihr die Dame, die euch die Erstanmeldung mündlich zugesichert hat, kontaktieren?

      Und zum Schluss noch meine eigenen Gedanken zu eurem Platzinhaber: ER will nichts mit Bewohnern zu tun haben, die ihren Erstwohnsitz anmelden wollen. Das kann ich sogar ein bissl verstehen, denn ihm kann das eigentlich egal sein. Hauptsache, die Pacht wird regelmäßig bezahlt. Aber wenn er das offiziell erlaubt und vielleicht damit sogar wirbt, könnte er von der zuständigen Gemeinde Ärger bekommen und den will er anscheinend nicht riskieren.

      Fazit: Nicht aufgeben! Erst Infos einholen und danach ins Bürger- oder Einwohnermeldeamt. Wenn ihr eine eigene Wegbezeichnung habt und nicht nur Campinplatz XY, Parzelle 33, sehe ich persönlich keinen Hinderungsgrund.

      Wir sind einfach ins Bürgerbüro gegangen und haben die neue Adresse in den Personalausweis eintragen lassen. Niemand hat gefragt, wo genau wir wohnen und wir haben es nicht erzählt. Aber wie gesagt: Bei uns gibt es für jeden Bewohner eine offizielle Wegbezeichnung mit Hausnummer und jeder hat auch seinen eigenen Briefkasten.

      Viel Glück!

      Alien2
    • Alien2 schrieb:

      Fazit: Nicht aufgeben! Erst Infos einholen und danach ins Bürger- oder Einwohnermeldeamt. Wenn ihr eine eigene Wegbezeichnung habt und nicht nur Campinplatz XY, Parzelle 33, sehe ich persönlich keinen Hinderungsgrund.

      Wir sind einfach ins Bürgerbüro gegangen und haben die neue Adresse in den Personalausweis eintragen lassen. Niemand hat gefragt, wo genau wir wohnen und wir haben es nicht erzählt. Aber wie gesagt: Bei uns gibt es für jeden Bewohner eine offizielle Wegbezeichnung mit Hausnummer und jeder hat auch seinen eigenen Briefkasten.
      Halli Alien,
      Hall Alien, bei euch ist die Situation auch eine ganz andere. Ihr wohnt auf keinen Campingplatz sondern in einem Feriendorf.

      Auf einem Campingplatz ist das alles normalerweise anders geregelt und die rechtliche Situation ist eine andere.

      DCamper, die Situation ist für Euch nicht schön. Dass die Mitarbeiterin an der Rezeption Euch da etwas anderes erzählt hat, als der Betreiber möchte ist schon sehr übel.

      Habt Ihr keine Verwandten, die Euch für das Blatt Papier sprich Meldebestätigung bei Euch einziehen lasst? Das wäre die einfachste Lösung.
      Gruß

      Andreas
    • Vorsicht, bei der Anmeldung bei einem Angehörigen, seit dem 01.11.2015 ist das strafbar!


      Wer die Vermieterbescheinigung nicht oder nicht richtig ausstellt, muss mit einem Bußgeld von bis zu 1.000 Euro rechnen. Wer einem anderen eine Wohnanschrift anbietet, ohne dass dieser dort tatsächlich einzieht oder einziehen will, muss mit einer Geldbuße von bis zu 50.000 Euro rechnen.
    • Ups, dann lag ich da falsch.

      Dann habt ihr ja die gleichen Probleme, wie alle anderen auch. Also geduldet.

      siggi1959 schrieb:

      Vorsicht, bei der Anmeldung bei einem Angehörigen, seit dem 01.11.2015 ist das strafbar!


      Wer die Vermieterbescheinigung nicht oder nicht richtig ausstellt, muss mit einem Bußgeld von bis zu 1.000 Euro rechnen. Wer einem anderen eine Wohnanschrift anbietet, ohne dass dieser dort tatsächlich einzieht oder einziehen will, muss mit einer Geldbuße von bis zu 50.000 Euro rechnen.
      Kann man keine WG mehr bilden? Wer will kontrollieren, ob ich dort auch definitiv wohne?
      Gruß

      Andreas
    • Wg wäre eine Alternative. Der Mist an der ganzen Sache ist nur, dass man gezwungen wird, die Post dort abzuholen. Ich könnte mir vorstellen, dass das irgendwann richtig lästig wird. Aber was nimmt man nicht alles in Kauf, um endlich so zu wohnen, wie man möchte...


      Andy schrieb:

      Dann habt ihr ja die gleichen Probleme, wie alle anderen auch. Also geduldet.
      Genau. Ich glaube auch nicht, dass ich mich sonst hier im Forum angemeldet hätte. ;)
      Fakt ist allerdings, dass es bei uns keine Probleme mit der Erstwohnsitzanmeldung gegeben hat. :super

      :erledigt

      MfG
      Alien2
    • Hallo -- auch nach G'ladbach --
      Ich beschäftige mich seit einigen Wochen mit dem Thema.. **Erster Wohnsitz auf dem Campingplatz**.. es gibt Orte wo es erlaubt ist. Das sind Plätze in denen eine Baugenehmigung vorliegt. Zum Beispiel die **Marina-Ems** in Leer . Ich habe dies von der Stadt bestätigt bekommen. Bei uns kommt das in Betracht, da mein Mann schwer krank ist und ich mit der Witwenrente das Haus alleine nicht mehr halten kann . Auch eine Mietwohnung wäre kaum zu bezahlen. Mit dem Anmelden bei einem Freund /Freundin /Angehörigen wäre ich mehr als Vorsichtig. derzeit sind die Behörden heiß darauf zu kontrollieren . Die machen sich die Mühe und schauen vorbei. Bei Bekannten von uns war es so, das sie bei der Polizei angegeben haben das Vertuschung einer Straftat bestehen könnte und Schwups hatten sie den anhand der Autokennzeichen ganz schnell rausgefischt. das ist sehr teuer geworden, denn auch die Leute, die dir eine Scheinadresse geben machen sich strafbar. .. da man aber nicht als Obdachlos gelten will und vor allem noch seinen Personalausweis OHNE Eintrag mit **Wohnungslos** haben möchte, ganz zu schweigen von Krankenkasse und KFZ-Versicherungen und Zulassung, gibt es noch eine andre Varianten sich legal registrieren zu lassen . Manche Obdachlosenheime und manche Karitative Einrichtungen machen da auch. das müssen dann die sein, die an dem Ort sind wo man auf dem Campingplatz steht. Unsere Bekannte hat nun einen Bauernhof gefunden, wo sie ihr Mobil stehen hat und der auch einen Campingplatz betreibt. ;) :super .. .. Ich suche auch immer noch nach einem geeignetem Platz und habe deswegen etliche Gemeinden angeschrieben und warte auf Antwort.
    • Elchfahrerin schrieb:

      Ich suche auch immer noch nach einem geeignetem Platz und habe deswegen etliche Gemeinden angeschrieben und warte auf Antwort.
      DAS glaube ich jetzt nicht! Sorry, aber wie kann man denn so dumm sein und schlafende Hunde wecken? Kein Wunder, wenn die dann anfangen zu beißen. X(

      Wir hatten hier auch mal so einen Spezie, der glaubte, alles "wasserdicht" machen zu wollen. Statt sich an die Verwaltung und den bereits seit über 30 Jahren hier Wohnende zu halten und die um Rat zu fragen, ging er gleich eine Stufe höher... zur Stadtverwaltung. Alle haben ihm abgeraten; vergeblich. Und die Moral von der Geschicht: Tu nix, was du nicht voraussehen kannst.

      Seine Schufa-Auskunft war negativ und damit war das Kapitel: "Erstwohnsitz auf dem CP-Platz" sofort beendet.

      Wer Fragen hat, sollte sich an den CP-Betreiber wenden und bitte nicht sofort an die Gemeinde.

      Grummel... :(
    • Ja - das ist sicher ein bisschen hart formuliert. Hat aber den Hintergrund, liebe Elchfahrerin, dass letzten Endes für viele viele Wohnende auf dem CP in Deutschland nur eine Duldung besteht - und gerade in NRW die schlafenden Hunde geweckt wurden - was für jede Menge Leute eine Kathastrophe ist, da in derselben Situation wie Du, Elchfahrerin, mit wenig Geld sich eingerichtet und auf einmal heißt es Tschüß. Wohin? Tja - habe gelesen, dass Deutsche, die ihre Wohnung nicht bezahlen können durch Krankheit im Asylantenheim untergebracht wurden, da es keine andere Wohnungen gab....
      Das Wohnen auf dem CP wird in Deutschland grundsätzlich und offiziell einfach nicht gern gesehen und ist doch manchem ein Dorn im Auge, augenscheinlich.
      Und so manche Blauäugigkeit einzelner rächt sich leider dann für viele - bei uns war auch mal ein Pärchen - sie lernte zufällig bei irgendeiner Gelegenheit eine Lady vom TV kennen - der sie begeistert erzählte, dass sie auf den CP ziehen wollte... worauf diese sie seehr gerne beim Einzug ins neue Häuschen mit TV begleiten wollte! ;( Zum Glück habe ich ihr das ausreden können .... Aber ihre erste Reaktion: ich wohne offiziell bei Mama, also be-trifft es ja mich nicht....!! aber sie wolle sich ja nicht gleich auf dem Platz unbeliebt machen! :schwitzen Klasse - aber alle anderen 30 hier wohnenden hätte es getroffen.
      Daher: schau doch erstmal nach den Plätzen und frag dort nach, ob es erlaubt ist - und geh dich dann bei der Gemeinde anmelden. Finde ich auch ratsamer - als das Thema Wohnen auf dem CP den Politikern unter die Nase zu reiben und so wirklich was loszutreten.
      Grüße

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