Jugendamt/Kinder im Wohnwagen

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    • Jugendamt/Kinder im Wohnwagen

      Hallo

      Hallo.Wir leben seit drei Jahren im Wohnwagen.Meine Tochter und ich sind dort seit 2 Jahren mit legalen Erstwohnsitz gemeldet.Die Mutter ist mit der Kleinen im selben Landkreis in einer Wohnung gemeldet.Jetzt haben wir uns getrennt.Die Große lebt nach wie vor bei mir allerdings haben wir uns über das Umgangsrecht nicht einigen können und jetzt landet die Sache vor dem Familiengericht.Wie werden die jetzt meine Wohnsituation bewerten? schrieb:


    • Schwer zu beurteilen; sind ja keine Juristen hier. Deshalb nur meine gänzlich unjuristische Meinung, vermischt mit einigen persönlichen Erfahrungen im Verwandtenkreis:

      Je nachdem, wie alt deine "Große" ist (über 8?), hat sie ein Mitspracherecht. Das heißt, sie kann vom Familien-Gericht persönlich befragt werden und darf ihre Wünsche äußern.
      Um sich einen gründlichen Eindruck zu verschaffen, wird auch noch gerne Rücksprache mit der Schule gehalten. Erfolgt der Schulbesuch regelmäßig? Kommt sie gepflegt zur Schule und ist die Kleidung sauber? Wird darauf geachtet, dass das Kind notwendige Schulmaterialien (z.B. Sportkleidung, Malsachen etc.) mitbringt? Gibt es Verhaltensauffälligkeiten? Schulnoten ok?

      All das fließt in die Entscheidung des Familiengerichts mit ein.

      Bei dir sehe ich natürlich einen dicken fetten Minus-Punkt und das ist deine Wohnsituation. WW als ständiger Aufenthaltsort eines Kindes (Sommer wie Winter) KÖNNTE als ein NO GO-Kriterium angesehen werden. KÖNNTE... auch da spielt das Alter des Kindes eine große Rolle. Je kleiner, um so eher NO GO.

      Auf der anderen Seite ist deine Ex mit einem weiteren Kind in einer Wohnung. Wäre die Wohnung groß genug, um mit zwei Kindern dort leben zu können? Welches Umgangsrecht wünscht die Kindesmutter? Wie groß ist ihr Interesse, dich beim Familiengericht "schlecht" zu machen, damit sie ihre Vorstellungen vom Umgangsrecht möglichst durchsetzen kann?

      Das Kindeswohl sollte immer an erster Stelle stehen. Deshalb ist eine außergerichtliche Einigung IMMER vorzuziehen. Wird vom Familiengericht das Jugendamt mit eingebunden, kann das die Familiensituation weiter verschärfen. KANN... nicht muss! Manchmal geben sich nämlich die Eltern gegenseitig die Schuld an der Umgangs-Eskalation und wenn das Kind unter den Streitigkeiten leidet und darüber beim JA-Mitarbeiter/in berichtet, wird das Kindeswohl als nicht gegeben bewertet.
      Wie gesagt: Kann alles sein, es muss ja nicht so kommen.

      Ein guter Anwalt für Familienrecht ist unbedingt einzuschalten! Falls du Anspruch auf Prozesskostenhilfe hast, kostet der dich nichts.

      MfG
      Alien2
    • danke für deine schnelle Antwort.
      Die Große ist 4 Jahre alt.Ich habe 15 Jahre im Wohnmobil gelebt,jetzt 3 Jahre fest auf dem Campingplatz im WW.
      Ich mußte sie nach der Trennung wegen Kindeswohlgefährdung zu mir nehmen.Die Mutter ist komplett überfordert und hat ihren Frust an ihr ausgelassen.
      Würde ein Mobilheim etwas ändern oder wird es genau so bewertet?
    • Erst 4? Dann kann sie vom Gericht noch nicht befragt werden. Auch alles, was Schule angeht, entfällt.
      Erfahrungsgemäß wird dann automatisch das Jugendamt eingeschaltet. Zauberwort: Kindeswohl.

      Gibt es irgendwelche ärztliche Atteste (Misshandlungen?) oder glaubhafte Zeugen, die eine mütterliche Überforderung bestätigen können? Deine Aussagen sind natürlich auch wichtig, aber unabhängige Aussagen wiegen eigentlich immer schwerer.

      Romano schrieb:

      Würde ein Mobilheim etwas ändern oder wird es genau so bewertet?
      Das kann ich natürlich nicht beurteilen. Aber so ein Holz-Mobilheim, nett eingerichtet (mit Kinderzimmer, Bad und Küche), schön sauber und aufgeräumt, könnte von Vorteil sein. Das Kindeswohl steht immer an erster Stelle und je mehr du dem Kind in dieser Hinsicht bieten kannst... um so besser. Nicht falsch verstehen: Es hat nichts mit Geld zu tun. Auch eine preiswerte Einrichtung kann kindgerecht sein. Sauber und ordentlich sollte eine Kind-Umgebung aber immer sein.

      Leider musste ich aber auch schon erleben, dass das Gericht nach Anhörung aller Beteiligten (vor allem dem Jugendamt) weder der Mutter noch dem Vater zugestimmt hat und das Kind in eine Pflegefamilie gegeben werden musste. So lange, bis entweder Mutter oder Vater in der Lage waren, dem Kind eine angemessene Wohn-Umgebung und eine gesicherte umfängliche Betreuung (regelmäßiger Tagesablauf bezüglich Mahlzeiten, Schlaf-Rhythmus und Kindergartenbesuch) zu gewährleisten.

      Schade, wenn sich Eltern nicht einigen können. Der Stress mit Gericht und Jugendamt kann nämlich zermürbend sein; für Mutter und Vater. Und je älter das Kind, auch für dieses.

      MfG
    • moin.

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      1. Moin.
      2. Jugendamt und Bürgermeister stehen hinter mir.
      3. Zeugen,Gutachten und Videos gibt es darüber.
      4. Ich werde mir einfach zur Sicherheit eine Wohnung nehmen, damit ich garkein Risiko eingehe.
      5. Die 100€ monatlich für den Campingplatz habe ich immer übrig.
      6. Jugendamt meint,das die Kleine seit drei Jahren hier lebt,hier Ihren Lebensmittelpunkt und ihre Freunde hat.Da sollte man sie nicht rausreißen.
      7. Grade in Stove wird sehr viel für Kinder gemacht und sie fühlt sich sehr wohl.
      8. Derzeit ist sie bei einer Tagesmutter und ab nächsten Jahr im Kindergarten.
      9. Die Mutter gibt derzeit (noch) Ruhe aber es ist die Ruhe vor dem Sturm.
    • so.
      Jugendamt war 1 1/2 Stunden bei mir .
      Haben sich alles zeigen lassen,viel mit meiner.er Tochter gesprochen und waren SEHR ZUFRIEDEN!
      Waschraum,Klo,Küche,Gasprüfung und Hygiene waren ein Thema.

      Das Grundgesetz erlaubt mir freie Wohnortswahl und freie Wohnungsbau.
      Auch im Wohnwagen zumal er als Erstwohnsitz zugelassen ist.

      Dienstag geht's mit der Mutter zum Gericht und das Jugendamt steht hinter mir
    • Würde mich au interessieren, was rausgekommen is, und drücke auf jeden fall mal - nachträglich - die Daumen, natürlich auch für die weitere Zukunft. Daß das Jugendamt hinter dir steht, ist toll - ich habe leider schon genügend andere Fälle erlebt, wo das Jugendamt nur erpicht drauf war, ein Kind möglichst aus der Familie zu reißen und einer Pflegeeinrichtung zuzuschanzen - da gehts um Geld, das Heim bekommt pro betreuter Nase die entsprechenden Summen - und das Kindeswohl stand da nicht immer an erster Stelle, leider; ich kenne genug solcher Fälle (mich selbst leider eingeschlossen).
      Ich drücke euch wie gesagt alle Daumen. Wäre schön, zu hören, wie es ausgegangen is.
    • NEUIGKEITEN:
      Ich habe den Sorgerechtsstreit gewonnen!
      Kind im Wohnwagen ist absolut kein Problem.Laut Grundgesetz hat jeder Mensch eine frei Wahl des Wohnortes und der Art zu wohnen.
      Kindeswohl steht im Vordergrund.
      Da ich beide Kinder zugesprochen bekomme,habe ich die Auflage bekommen für mehr Wohnraum zu sorgen.
      Zweiter Wohnwagen,bzw Vorbau oder Mobilheim.
      Wegen baurechtliche Einschränkungen sind wir jetzt von Stove nach Tespe gezogen und warten jetzt auf unser Mobilheim.
      Da kommt noch ein schöner Wintergarten davor und schicker Garten.
      Ich freue mich jedenfalls auf unsere neue Zukunft ohne cholerisch Mutter mit meinen beiden Töchtern
    • Na, das klingt doch prima. Herzlichen Glückwunsch und alles gute für eure neue Zukunft im Mobilheim in Tespe.

      Romano schrieb:

      Laut Grundgesetz hat jeder Mensch eine frei Wahl des Wohnortes und der Art zu wohnen.
      Wäre schön, wenn das allgemein berücksichtigt würde, bei Menschen, die auf Campingplätzen wohnen wollen.
      Ohne, dass man in die Illegalität rutscht, weil man sich verbotenerweise bei Freunden anmeldet.
      Liebe Grüße aus Ostfriesland
      Peter
    • ich habe 15 Jahre im Wohnmobil gelebt und frei gestanden.Mal hier,mal da.
      Dann 3 Jahre Wohnwagen auf dem Campingplatz an der Elbe...Jetzt Mobilheim mit Wasseranschluss,Festgas,Strom teuer bezahlen...
      18 Jahre im Sturm und Schneeregen mit Taschenlampe im Mund Gasflaschen wechseln und Wasserkanister schleppen...
      Das wird mir fehlen.
    • peter schrieb:

      Na, das klingt doch prima. Herzlichen Glückwunsch und alles gute für eure neue Zukunft im Mobilheim in Tespe.

      Romano schrieb:

      Laut Grundgesetz hat jeder Mensch eine frei Wahl des Wohnortes und der Art zu wohnen.
      Wäre schön, wenn das allgemein berücksichtigt würde, bei Menschen, die auf Campingplätzen wohnen wollen.Ohne, dass man in die Illegalität rutscht, weil man sich verbotenerweise bei Freunden anmeldet.
      @Peter:
      Illegal ist man nicht,wenn die Post zu Freunden oder Familie kommt.
      Ich war bei meiner Mutter gemeldet.
      Man muß "juristisch greifbar" sein.
      Bedeutet das die Post sicher zugestellt werden muß und jemand Auskunft über den Aufenthalt geben muß.
      Ohne Meldeadresse gibt's kein Konto und du kannst kein KFZ anmelden.
      Ich war auch schon beim Pastor oder bei Obdachlosenhilfen gemeldet als ich noch unterwegs war.
    • Wir werden uns auch versuchen, ubs irgendwo anzumelden. Allerdings scheidet die Familie aus, da wir nur noch ältere Verwandtschaft haben. Alle Freunde von uns wohnen entweder auf einem Campingplatz oder sind Niederländer. Deshalb werden wir eventuell zu mehreren eine Pseudowohngemeinschaft gründen oder an eine Obdachlosenhilfe wenden.

      Aber egal, was es werden wird. Diese Scheinanmeldungen bei Freunden oder Verwandtschaft sind leider illegal.
      Liebe Grüße aus Ostfriesland
      Peter

    Das Wohnen auf dem Campingplatz Forum beschäftigt sich mit dem Thema Erstwohnsitz Campingplatz und Alternatives Wohnen. Wer seinen 1. Wohnsitz auf einen Campingplatz verlegen möchte, der sollte einige Dinge beachten und wissen, was er darf und was nicht. Genau mit diesen Themen beschäftigt sich unser Forum. Solltest du also deinen Wohnsitz auf den Campingplatz verlegen wollen, ist dieses Forum der beste Einstieg in die Materie! Hier helfen erfahrende Wonsitzcamper Interessierten.

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